Mut zum Leben - der Film

Film, 60 Min, Regie und Drehbuch: Christa Spannbauer und Thomas Gonschior

 

Erstausstrahlung Juni 2013 in 3sat, weitere Ausstrahlungen in der Schweiz und Frankreich.
Seit 2013 als DVD erhältlich, auch als Stream

In Auschwitz fand einer der schwersten Angriffe auf die Menschlichkeit in der Geschichte der Zivilisation statt. Wie gelang es den Überlebenden, diesen Angriff als Mensch zu überstehen? Was gab ihnen die Kraft zum Leben, Überleben und Weiterleben? 

 

Mit diesen Fragen im Gepäck begab ich mich 2011 gemeinsam mit meinem Kollegen, dem Filmemacher Thomas Gonschior, auf eine Spurensuche. Die Reise währte zwei Jahre lang. Wir begegneten vier außergewöhnlichen Menschen, der Hamburger Sängerin Esther Bejarano, der ungarischen Autorin Éva Pusztai-Fahidi, dem israelischen Maler Jehuda Bacon und der israelischen Sängerin Greta Klingsberg, die wir in der Folgezeit bei ihren vielfältigen Aktivitäten, ihren Vortragsreisen, Konzerten und Kunstausstellungen mit der Kamera begleiteten. Wir besuchten sie in ihren Heimatstädten in Hamburg, Budapest und Jerusalem und lernten dabei ihre Familien und Freunde kennen. Unsere Reise führte uns aber auch an dunkle Orte der Menschheitsgeschichte: das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und die Konzentrationslager Buchenwald und Ravensbrück. 

 

Esther Bejarano, Éva Pusztai, Jehuda Bacon und Greta Klingsberg erzählen in unserem Film von dem, was ihnen half, nicht nur zu überleben, sondern weiterzuleben und das Vertrauen in das Leben und die Menschen wiederzuerlangen. 

 

„Was alle vier Auschwitz-Überlebende verbindet: Sie strahlen eine eindrucksvolle Wärme und Güte aus.“ (Deutschlandradio Kultur) 

 

Wer ihnen heute begegnet, trifft auf ungebrochenen Lebenswillen, unzerstörte Hoffnung, tiefe Mitmenschlichkeit. Wie kommen sie zu solch einer lebensbejahenden Haltung? 

Nie wieder soll ein Mensch das erleben müssen, was ihnen widerfahren ist - dafür treten sie bis heute mit großem Engagement ein. Sie gehen an Schulen, um junge Menschen vor den Gefahren des Neonazismus zu warnen, sie halten Lesungen und Vorträge über ihre eigene Lebensgeschichte, sie engagieren sich politisch gegen Faschismus und Fremdenfeindlichkeit, sie bringen ihren Willen zur Versöhnung und ihre ungebrochene Widerstands- und Schöpfungskraft in ihren Büchern, in Gemälden und der Musik nach außen. Ihre Botschaft ist klar: Liebe statt Hass, Versöhnung statt Verbitterung, Widerstand statt Resignation. 

 

Ein neuer, hoch aktueller Zugang zum Thema Holocaust, der dem scheinbar schon oft Erzählten und dennoch Einzigartigen eine wertvolle und faszinierende Facette hinzufügt: die Möglichkeit zu Lebensmut und Lebenswillen, zu Empathie, zur Wahrung der Würde des Menschen und zur Kraft des Widerstands, die der Einzelne selbst unter unvorstellbaren Lebensbedingungen bewahren und entwickeln kann.“

(Prof. Dr. Johannes Tuchel, Historiker, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand)

 

Mit unserem Film stellen wir dem Wissen von der Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus ganz bewusst Erzählungen vom Überleben der Menschlichkeit an die Seite. Nicht um das, was geschehen ist, in irgendeiner Weise zu bagatellisieren. Sondern ganz im Gegenteil: um in uns allen den Willen zur Bewahrung der Menschlichkeit zu stärken. Um uns Mut zu machen zu Zivilcourage und Widerstand. Und um uns vor Augen zu führen, wie kostbar, wie einzigartig und zugleich verletzlich das menschliche Leben ist.   

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