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Wer möchte leben ohne den Trost der Bäume?

In Berlin ebenso wie in anderen Städten steht das kulturelle Leben still. Das Großstadtleben mit seinen vielfältigen Vergnügungen ruht. Was jedoch bleibt ist die ständige Veränderung. Rasanter denn je. Denn was gestern war, zählt heute schon nicht mehr. Und wir wissen nicht, was morgen ist. Auf was also können wir uns in dieser Zeit des Umbruchs besinnen?


"Lass die Natur deine Lehrerin sein." (William Wordsworth)


Denn wie jedes Jahr zu dieser Zeit zieht der Frühling ins Land. Die Vögel stimmen morgens und abends ihr vielstimmiges Konzert an und trösten darüber hinweg, dass die Konzerthäuse geschlossen sind. Die Natur erwacht und bricht auf zu neuem und buntem Leben. Sie fürchtet den Virus nicht. Ganz im Gegenteil: Unser Rückzug lässt sie Atem schöpfen.

 

Zugleich stellt sie uns, die wir sie so oft missachten, großzügig einen Rückzugsort in diesen schwierigen Tagen zur Verfügung. Weshalb also nicht gleich heute zu einem Spaziergang in den Wald oder den nahe gelegenen Park aufbrechen? Hier können wir die heilsame Luft der Bäume atmen. Hier, unter dem schützenden Dach der Bäume, kommen unsere Sorgen etwas zur Ruhe. Die folgende Übung lässt uns den Trost der Bäume intensiv erfahren.


Die gute Nachricht in Zeiten von Corona: Bäume dürfen umarmt werden!


Berühren und berührt werden

 

In dieser Übung geht es darum, die eigene Wahrnehmung zu verändern und sich dadurch der Vorstellung zu öffnen, von einem Baum berührt zu werden: 

Wählen Sie hierfür einen Baum, der Sie besonders anspricht.

·        Berühren Sie diesen Baum mit den Händen oder lehnen Sie sich mit dem Rücken an den Baum. Vielleicht umarmen Sie ihn, wenn Sie sich eine intensive Berührung wünschen.

·        Stellen Sie sich vor, dass Ihre Handflächen und Ihre Körperoberfläche keine Grenze haben, sondern eine einzige große Kontaktfläche ist.

·        Lassen Sie die Vorstellung zu, dass nicht nur Sie den Baum berühren, sondern dass der Baum Sie ebenfalls berührt.

·        Wie fühlt sich das an? Was können Sie wahrnehmen? Wie verändert diese Form der Kommunikation die Verbundenheit mit dem Baum?

 

(Aus: Christa Spannbauer | Annika Behrendt: Den Herzschlag der Natur spüren)

 



"Glücklich der Mensch, für den jeder Baum ein Freund ist. " (John Muir)


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