Jetzt Bäume pflanzen und Zeichen der Hoffnung setzen!

In Berlin werden schrecklich viele Bäume gefällt. Gründe dafür gibt es anscheinend immer: Sie fallen der Nachverdichtung zum Opfer, neuen Straßen, zwischenzeitlich paradoxerweise auch den geplanten Radwegen. Sie scheinen immer irgendwie im Wege zu stehen. Für alle, die Bäume lieben und die wissen, wie wichtig sie für den Erhalt eines guten Stadtklimas sind, ist dies eine besorgniserregende und vor allem auch schmerzhafte Entwicklung.  

 

Als im letzten Jahr an unserem Uferpark an der Spree in einer Blitzaktion unsere großen Trauerweiden gefällt wurden, gründeten wir eine Bürgerinitiative, um die Fällung weiterer Bäume zu verhindern. Wir schrieben unzählige Mails und Petitionen an alle politisch Verantwortlichen, wir initiierten eine Bürgerversammlung im Rathaus Moabit, wir brachten unser Anliegen an die Presse und in die Öffentlichkeit. Schließlich wurde uns zugesichert, dass die verbliebenen Bäume in unserem Uferpark sicher sind.

 

Doch dann wurden vor einigen Wochen erneut zwei große Trauerweiden gefällt. Eine war morsch, wie der abgeschlagene Stamm zeigte. Die andere war gesund. Tot sind nun beide. Egal, ob gesund oder krank, ob zu groß oder zu schwach, es gibt immer irgendwelche Begründungen, Bäume zu fällen. 

 

Da seitens der Stadtverwaltung keine neuen Bäume gepflanzt werden und damit das bislang geltende Versprechen Berlins, für jeden gefällten Baum einen neuen zu pflanzen, nicht eingelöst wird, haben wir dies nun selbst in die Hand genommen. Am Sonntag pflanzten wir vier Trauerweiden am Ufer. Und wir werden diese Bäume fortan wie unseren Augapfel hüten, sie schützen und beim Wachsen begleiten. Denn mit jedem Baum, den wir pflanzen, setzen wir ein Zeichen der Hoffnung und gestalten Zukunft.   

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