Waldbaden, Walden und der Weg zum Glück

Waldbaden ist heute in aller Munde. Die Medizin hat den Wald als großen Heiler entdeckt. Damit bestätigt sie nur das, was Menschen schon immer am eigenen Leibe erfahren haben: Wir kommen innerlich zur Ruhe, unser Körper entspannt sich und unser Gemütszustand hellt sich auf, sobald wir das schützende Dach des Waldes betreten. Denn Bäume spenden nicht nur Sauerstoff, sondern auch Trost und Stärke.

 

Schon der amerikanische Philosoph Henry David Thoreau schrieb im 19. Jahrhundert in seinem Kultbuch "Walden" eine einzigartige Hommage auf die Heilkraft des Waldes. Generationen von Menschen, die sich nach einem naturverbundenen Leben sehnen, wurde er damit zum Vorbild. „Solange ich mich der Freundschaft der Jahreszeiten erfreue, gibt es nichts, das mir das Leben zur Last machen könnte“, so Thoreau. Denn in der Natur erhalten wir wieder Zugang zu unseren natürlichen und elementaren Kraftquellen.

 

Es war die große Vision des naturliebenden Philosophen, der Entfremdung von Mensch und Natur in der modernen Gesellschaft entgegenzuwirken:

„Ich bin so in Einklang mit dem zitternden Espen- und Pappellaub, dass es mir fast den Atem nimmt. Jede kleine Fichtennadel schwoll und wuchs mit Zuneigung und nahm sich meiner an. Wie sollte ich nicht in Einklang mit der Erde leben? Bin ich denn nicht selbst zum Teil Blatt und Humus?“

 

In meinem Buch 31 Wege, um das Glück zu finden widmete ich der Heilkraft des Waldes und dem Begründer des "Waldens" ein Kapitel.