Alltag Antisemitismus: Weshalb die Botschaft der Überlebenden der Shoah heute wichtiger denn je ist

 „Du Jude“ ist mittlerweile wieder ein gängiges Schimpfwort auf den Schulhöfen Deutschlands. Jüdische Kinder werden von ihren Mitschülern gemobbt und angegriffen. Sowohl der rechtsextreme Judenhass wie auch Angriffe von muslimischer Seite nehmen zu. Seit Jahren mehren sich antisemitische Vorfälle an den Berliner Schulen, berichtet der Tagesspiegel in seiner heutigen Ausgabe.
 
Wir alle sind gefordert, uns dieser Entwicklung entgegenzustellen. Mit unserem Film Mut zum Leben – Die Botschaft der Überlebenden von Auschwitz gehe ich deshalb an die Schulen, um die Zivilcourage und Toleranz junger Menschen zu stärken. Junge Menschen brauchen Vorbilder. Und die in unserem Film porträtierten Shoah-Überlebenden Esther Bejarano (Foto), Jehuda Bacon, Éva Pusztai-Fahidi und Greta Klingsberg sind starke Vorbilder an Lebensmut und lebenslangem Engagement für Menschlichkeit.
 
Auf die Frage von Berliner Schülern, was sie denn gegen Rassismus und Antisemitismus tun könnten, sagte die 93-jährige Zeitzeugin Esther Bejarano: „Zeigt Zivilcourage. Helft einander. Schaut  nicht weg, wenn Unrecht geschieht. Und engagiert euch gegen jede Form von Ausgrenzung und Intoleranz.“ 
 
Es ist mein erklärtes Anliegen, diese Botschaft der Überlebenden an junge Menschen weiterzugeben. Zu dem Film sind hierfür auch das gleichnamige Buch Mut zum Leben und Unterrichtsmaterial für Schulen erschienen. Als Z(w)eitzeugin stehe ich Schulen und Bildungseinrichtungen mit Filmgesprächen und Workshops zur Verfügung und freue mich über jede Anfrage.  

 


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