Das Glück hängt von den guten Gedanken ab, die du hast!

Weshalb eigentlich fallen uns Sorgen, Grübeleien und negative Gedanken so viel einfacher als glückliche und freudvolle Gedanken? Der Neuropsychologe Rick Hanson hat auf diese Frage eine eindrückliche Antwort gegeben: „Unser Gehirn reagiert auf negative Erfahrungen wie ein Magnet und auf positive wie eine Teflonpfanne.“ Er erklärt, dass unser Gehirn aus evolutionären Gründen darauf geeicht ist, bedrohliche Situationen blitzschnell wahrzunehmen, um darauf reagieren zu können. Deshalb also neigen wir dazu, krampfhaft immer auf das zu blicken, was nicht so gut läuft in unserem Leben. Und dabei so viele Möglichkeiten für positive Eindrücke und glückliche Momente einfach unbeachtet an uns vorüberziehen zu lassen.


Muss das so bleiben? Oder können wir diese Hirnprägung verändern? Können wir glücksversprechende Gedanken vielleicht sogar kultivieren? Und wer kann uns hierfür gute Tipps geben? Diese Fragen mündeten in das Buch Denken macht glücklich. Wie gutes Leben gelingt, das ich gemeinsam mit der Philosophin Katharina Ceming (Foto) im vergangenen Jahr geschrieben habe. Jetzt kommt es in zweiter Auflage heraus. Ein Zeichen dafür, dass unsere philosophische Glückssuche bei unseren Lesern und Leserinnen gut ankam.  


Auf meiner eigenen Glückssuche gibt es zwei philosophische Lehrsätze, die mich sehr geprägt haben: Der erste stammt von dem römischen Philosophenkaiser Marc Aurel, der sagte: „Das Glück hängt von den guten Gedanken ab, die du hast“. Und der zweite Lehrsatz stammt von dem stoischen Philosophen Epiktet: „Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinungen und Urteile über die Dinge.“


Es scheint also tatsächlich unsere Interpretation der Ereignisse zu sein, die über unser Glück oder unser Unglück entscheidet. Was bedeutet, dass wir uns bewusst für eine Perspektive entscheiden können, die glücksversprechend ist. Wir können uns in einem Denken schulen, das nicht Sorgen und pessimistische Befürchtungen schürt, sondern Zuversicht und Gelassenheit fördert. Bereits die antiken Philosophen wussten, dass wir unseren Geist ebenso wie unsere Muskeln trainieren und damit eine positive Geisteshaltung kultivieren können. Darüber haben wir in unserem Buch Denken macht glücklich. Wie gutes Leben gelingt geschrieben. Und deshalb haben wir es mit vielen praktischen Impulsen angereichert, um kognitive Erkenntnisse dann auch wirksam im Alltag umsetzen zu können. 

 

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