"Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen."

Als ich kürzlich für einen Artikel zum Thema „Angst“ recherchierte, bin ich wieder einmal auf den Philosophen Ernst Bloch aufmerksam geworden. Ich gestehe, dass ich sein monumentales Werk „Das Prinzip Hoffnung“ bislang erst in kleinen Ausschnitten gelesen habe. Ob ich die 1000-seitige gehaltvolle Lektüre eines Tages schaffen werde, ist ungewiss. 

 

Ich habe jedoch in den vergangenen Tagen viel über sein Leben gelesen und markante Zitate aus seinem Werk zusammengetragen. Und ich bin tief beeindruckt von dem Mut und der Zuversicht dieses Mannes und ganz besonders von seinem unzerstörbaren Vertrauen in die Menschen. War er doch selbst Zeit seines Lebens ein Vertriebener und Gejagter. Vor dem Ersten Weltkrieg floh der überzeugte Pazifist in die Schweiz und als Hitler an die Macht kam, floh der jüdische Philosoph ins Exil nach Amerika. Dort schrieb er sein dreibändiges Werk „Das Prinzip Hoffnung“, in dem er die Utopie eines mit der Natur und dem Kosmos versöhnten Menschen entwirft. Hier finden wir Worte von poetischer Schönheit und großer Zuversicht: „In unseren Tagträumen zeigt sich die mögliche Zukunft, mit unserer Phantasie schweifen wir in ein Wunderland der Hoffnung“.


Unmissverständlich machte er deutlich, dass wir für unser Leben und dessen Gestaltung die alleinige Verantwortung tragen:

„Wir sind nicht einfach nur, wer und was wir sind, sondern auch das, was wir sein können, sein wollen, zu sein erhoffen.“


Und er macht uns heute, in diesen weltpolitisch so schwierigen Zeiten, Mut, nicht aufzugeben und die Hoffnung niemals zu verlieren, denn: "Man muss ins Gelingen verliebt sein, nicht ins Scheitern.“
Danke, Ernst Bloch!

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